Einheiten

1.Einheit (14.10.2010) – Einführung in Utopien der Ökonomie

Prof. Dr. Wolfgang Pircher ist Ass.-Prof. am Institut für Philosophie an der Universität Wien.

2. Einheit (VO: 21.10.2010; SE: 28.10.2010) – Einführung in Paradigmen der Ökonomie aus historischer Sicht

Manfred Füllsack, Univ. Doz. Dr., unterrichtet zur Zeit an den Universitäten Wien und Graz und an der Wirtschaftsuniversität Wien, Forschungsgebiete: Arbeit und ihre Organisation, komplexe Systeme, Netzwerke, Simulationen: Neuere Publikationen (Auswahl): Zuviel Wissen? Zur Wertschätzung von Arbeit und Wissen in der Moderne. Berlin: Avinus 2006; Verwerfungen moderner Arbeit. Zum Formwandel des Produktiven (Hg.). Bielefeld: transcript 2008; Arbeit. Wien: UTB 2009, in Kürze erscheint: Gleichzeitige Ungleichzeitigkeiten. Eine Einführung in die Komplexitätsforschung. Wiesbaden 2011.

Dieser LV-Teil wird versuchen, einen Überblick über die wichtigsten wirtschaftswissenschaftlichen Paradigmen in ihrer historischen Abfolge und ihrem Verhältnis zu den sozialen Gegebenheiten ihrer Zeit zu vermitteln. Die grundlegenden Annahmen dieser Paradigmen werden erörtert und in ihrer Stimmigkeit im Kontext ihrer Epoche, wie auch aus heutiger Sicht problematisiert. Horizont der LV ist ein Zeitraum, der sich vom griechischen Oikos bis zu den Akerlofschen Lemons spannt.

3. Einheit (VO: 10.11.2010; SE: 11.11.2010) – Vereinnahmung des Liberalismus durch die Neoklassik

Prof. Dr. Gerhard Wegner, Inhaber des Lehrstuhls für Institutionenökonomie und Wirtschaftspolitik an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt, Studium der Volkswirtschaftslehre, Sozialwissenschaften und Philosophie in Göttingen, 1989 Promotion an der Universität Mannheim, 1995 Habilitation an der Universität Witten-Herdecke, 1998 Ruf an die Ruhr-Universität Bochum, seit 2000 an der Universität Erfurt tätig, jüngere Veröffentlichungen u.a.: Political Failure by Agreement. Learning Liberalism and the Welfare State, Cheltenham (Elgar 2008); Reflexiver Liberalismus als politische Option. Eine institutionenökonomische und eine politikwissenschaftliche Perspektive, (Berlin) De Gruyter, 2007 (mit Arno Waschkuhn); Nationalstaatliche Institutionen im Wettbewerb – Wie funktionsfähig ist der Systemwettbewerb? Berlin (De Gruyter), 2004; (ins Portugiesische übersetzt); „Substantive versus Procedural Liberalism – Exploring a Dilemma of Contemporary Economic Liberalism“; in: Journal of Institutional and Theoretical Economics (JITE), 165, 2009, 535 – 557; Dimensionen des Wettbewerbs. Europäische Integration zwischen Eigendynamik und politische Gestaltung, (Hrsg. mit H.-J. Blanke und A. Scherzberg), Tübingen (Mohr), 2010.

In der Vorlesung sollen die Gründe untersucht werden, warum der gesellschaftstheoretische und -politische Gedanke des klassischen Liberalismus bei A. Smith heute schwer zugänglich geworden ist. Verantwortlich hierfür ist zum einen eine verkürzte Smith-Rezeption durch die sozialwissenschaftlichen Nachbardisziplinen, welche sich in der Tradition Dürkheims geradezu als Gegenmodell zum Liberalismus verstehen; zum anderen aber hat eine (u.a. in Chicago gelehrte) Verbindung aus ökonomischem Liberalismus mit walrasianischer Wirtschaftstheorie einem Marktpositivismus den Weg geebnet, welcher einen Zugang zum Gedanken gesellschaftlicher Selbstorganisation, wie er bei Smith vorgezeichnet ist, verbaut hat und die Wahrnehmung des ökonomischen Liberalismus als politischer Ideologie befördert. Beide Entwicklungen haben nicht zur Verzerrungen des klassischen Liberalismus geführt, sondern die für den klassischen Liberalismus zentrale Verbindung zwischen Rechtsordnung und politischer Ordnung einerseits sowie Marktevolution andererseits gelöst. Daraus wiederum erwachsen politische Folgeprobleme bei der Gestaltung oder dem Aufbau marktwirtschaftlicher Ordnungen, wie sich nicht zuletzt mit den Erfahrungen von Transformations- und Entwicklungsökonomien gezeigt hat.

Im Seminar zur Vorlesung soll eine moderne, von Hayek und Luhmann inspirierte Rekonstruktion des klassischen Liberalismus erörtert werden. Anhand eines Textes des Rechtstheoretikers und –soziologen Ladeur soll untersucht werden, wie die vielfach mißverstandene Metapher der „unsichtbaren Hand“ bei Smith aufzufassen ist und welche möglichen politischen Folgen sich aus dem Smith’schen Evolutionsgedanken ergeben. Im Seminar besteht auch die Gelegenheit, Thesen der Vorlesung zu erörtern.

4. Einheit (VO: 17.11.2010; SE: 24.11.2010) – Marxismus

Karl Reitter ist externer Lektor an der Universität Wien am Institut für Philosophie. Er ist Mitherausgeber und Autor der Zeitschrift “Grundrisse” und publizierte bereits zahlreicher Artikel zu sozialphilosophischen und politischen Themen.

5. Einheit (VO: 2.12.2010) – Kalkulationsdebatte

Dr. Günther Chaloupek

6. Einheit (VO: 9.12.2010; SE: 15.12.2010) – Feminism, Economics and Utopia

Dr. Karin Schönpflug hat an der Universität Wien Volkswirtschaftlehre studiert. Sie unterrichtet am Institut für Internationale Entwicklung und am Referat für Genderforschung an der Universität Wien und sie forscht am Institut für Höhere Studien (IHS) Wien. Ihre Dissertation wurde als “Feminism, Economics and Utopia – Time traveling through paradigm” veröffentlicht (Routledge 2008).

In diesem Teil der LV soll eine kleiner Überblick über utopische Lösungsmodelle zu ökonomischen Kernthemen (z.B. im Bereich der Arbeitsmarkt-, Familien,- Migrations-, Pensions- oder auch Bildungspolitik) aus dem Bereich der feministischen Utopie, bzw.- Ökonomie gegeben und diskutiert werden.

7. Einheit (VO: 13.01.2011; SE: 20.01.2011) – Utopien in ökologischer Ökonomie

Dr. Fred Luks ist Head of Corporate Sustainability der UniCredit Bank Austria. Er studierte Volkswirtschaft in Hamburg und war Projektleiter des Projektes NEDS das sich mit Nachhaltigkeit in Wissenschaft und Politik beschäftigt hat.

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