Liebe Kolleg_innen,

seit dem Ausbruch der Pandemie haben sich die Probleme am VWL-Institut der Universität Wien nochmal verschärft und sind klarer erkennbar geworden:
– Lehrveranstaltungen, deren Qualität stark zu kritisieren ist.
– Teilweise sinnbefreite empfohlene Studienpfade
– Kein Verständnis gegenüber den Lebensrealitäten von Studierenden
– Das fast vollständige Fehlen von Kursen bzw. Lehrpersonal abseits der „Mainstream“ Ökonomie.

Wir (der Rote Börsenkrach) kämpfen seit Jahren gegen diese negativen Entwicklungen.

Warum sich trotzdem viele Probleme seit Jahren nicht haben beseitigen lassen?
Weil wir sehr wenig Mitspracherecht haben und keine verpflichtenden Forderungen stellen können

Und warum ist das so?
1. Weil es gesetzlich so geregelt ist.
2. Weil immer weniger Studierende ihr Wahlrecht nutzen.

Wir haben keine Legitimation, wenn die Mehrheit der VWL-Studierenden nicht hinter uns steht. Eure Unterstützung ist essenziell, um Verbesserungen vom Institut einzufordern.

Daher rufen wir auf:
Nutzen wir unser aller Wahlrecht!
Zeigen wir, dass es uns nicht egal ist, wie wir als Studierende behandelt werden!
Dass wir ein Recht auf eine qualitative Lehre und Mitspracherecht haben!

ÖH-WAHL 2021:  18.-20. Mai
ACHTUNG: die Studienvertretung kann nur vor Ort gewählt werden

Noch ein Hinweis an alle, die bereits eine Wahlkarte beantragt haben: Ihr könnt an der Studienvertretungswahl nur teilnehmen, wenn sämtliche zugesendeten Briefwahlunterlagen unausgefüllt vor Ort in einem Wahllokal gegen Stimmzettel eingetauscht werden. Die beiliegende Eidesstaatliche Erklärung darf ebenfalls noch nicht ausgefüllt sein.

Studierendenvertretung im Ausnahmezustand

Ein Rückblick auf die letzten beiden Jahre

 

Bei den letzten ÖH-Wahlen im Mai 2019 erhielten die Kandidat_innen des Roten Börsenkrachs (RBK) das Vertrauen der VWL-Studierenden. Seit diesen Wahlen die Welt zwar eine andere geworden, aber manch Gutes ist geblieben: Unsere Selbstorganisierte Lehrveranstaltung etwa, die nunmehr im digitalen Raum eine wichtige Plattform für ansonsten vom VWL-Institut vernachlässigte, gesellschaftskritische (Lehr)inhalte darstellt. In den Semestern dieser Wahlperiode wurde das Verhältnis von „Ökonomie vs. Ökologie“ thematisiert, ein Überblick über „Alternative Wirtschaftstheorien – heterodoxe Ökonomie“ geboten, Thomas Pikettys „Kapital und Ideologie“ diskutiert und schließlich gemeinsam einen Zugang zur ökonomischen Schule des „Postkeynesianismus“ erarbeitet. All diese Kurse waren für das Bachelormodul C2 anrechenbar. Am Ende von „Alternative Wirtschaftstheorien – heterodoxe Ökonomie“ haben wir ins Kino zum Film „Kapital im 21. Jahrhundert“ eingeladen.

 

Vernetzung von Studierenden

VWL-Fest konnten wir seuchenbedingt leider nur im Wintersemester 2019 eines organisieren. Es bleibt aber die Hoffnung, dass die Zeiten bald wieder besser werden! Um zumindest ein bisschen sozialen Austausch mit Mitstudierenden zu ermöglichen, haben wir inzwischen einen eigenen VWL-Discordserver aufgesetzt und nebenbei auch jedes Jahr ein Erstsemestrigentutorium organisiert. In außerpandemischen Zeiten stellen wir unser ÖH-Kammerl als offenes Wohnzimmer und Safe-Space zur Nutzung.

 

Service

Als Anlaufstelle für Fragen zum Studium stehen wir unter stv.volkswirtschaftslehre@oeh.univie.ac.at jederzeit zur Verfügung. Seit dem 1. Oktober 2019 haben wir dabei mehr als 500 Anfragen von Studierenden und Studieninteressierten beantwortet. Manchmal ging  es dabei auch um unsere Sammlung von Altklausuren unter https://www.roterboersenkrach.at/beratung/blog/, welche wir mit eurer Hilfe aktuell zu halten versuchen.

 

Verwendung des Budgets

Mit unserem Budget haben wir diverse emanzipatorische Projekte unterstützt, wie etwa den „Feministischen Frühling“ des Klubs slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien oder das „Projekt Schule für alle“ zugunsten geflüchteter Menschen. Wir haben das Budget aber auch dafür verwendet, um nach dem Lockdown Studierende paarweise ins Museum einzuladen und um Skripte für die Prüfungssammlung schreiben zu lassen. In Statistik 2 haben wir einen Tutor mitfinanziert, dessen Moodle-Kurs mit Aufzeichnungen jederzeit verwendet werden kann.

 

Die neuen Master-Curricula

In diversen Gremien, wie der Institutskonferenz und der Curricularen Arbeitsgruppe zu den neuen Masterprogrammen, haben wir nach bestem Wissen und Gewissen die Interessen der Studierenden vertreten. Bedauerlicherweise können wir dort ohne den „Goodwill“ unserer Professor_innen wenig erreichen. Aber hin und wieder hat sich unsere Beharrlichkeit ausgezahlt. Etwa, als wir die Zusage bekamen, dass es in den Pflichtkursen der neuen Masterprogramme Institutspolitik wird , die am stärksten gewichtete Prüfungsleistung zu wiederholen (dass also quasi Retakes angeboten werden). Auch konnten wir erreichen, dass man im Master Applied Economics seine VWL-Vertiefungsfächer frei anstatt in fixen Körben wählen kann. Und, dass die Zulassung zu diesem für externe Interessent_innen deutlich leichter möglich ist als zu den bisherigen Masterprogrammen.

 

Verteidigung von Studierendenrechten und Verbesserungen an Kursen

Wenn es Konflikte mit Professor_innen gab, haben wir uns für eure Interessen eingesetzt, solidarisch zu euch gehalten und auf Wunsch eure Identität geschützt. Dass diese Studienvertretungsarbeit mitunter bedeutet, dicke Bretter zu bohren, wird an folgendem Beispiel deutlich: Im April 2020 erreichten uns Emails von Studierenden, wonach Prof. Pötscher plane, seinen UK Statistik 2 in den September zu verschieben, um ihn in Präsenz machen zu können. Im Interesse all jener, die im Sommer arbeiten müssen, ersuchten wir die Studienprogrammleitung, dem einen Riegel vorzuschieben. Was diese auch tat. Allerdings reagierte Prof. Pötscher darauf, indem er, anstatt den Kurs online zu halten, sein (handgeschriebenes!) Skriptum ausschickte, lediglich Prüfungstermine anbot und bei Fragen auf das Tutorium verwies. Wir forderten also den zuständigen Vize-SPL Werner Schachinger auf, künftig jemand anderen mit dem Kurs zu betrauen. Was nicht geschah. Aber wenigstens (ob es an unseren Interventionen lag, wissen wir nicht) bespricht Prof. Pötscher sein handgeschriebenes Skriptum nun im Rahmen einer Online-Vorlesung.

Als wir zufällig entdeckt haben, dass ProfessorInnen Studierende auf Moodle detailliert überwachen können haben wir sofort gehandelt. Zu diesem Zeitpunkt konnten ProfessorInnen nicht nur den letzten Betrachtungszeitraum des Kurses ansehen, sondern auch wer zu welchem Zeitpunkt welches Moodle-Item betrachtet und angeklickt hat. Mithilfe der ÖH haben erreicht, dass das ZID diese Überwachung für das gesamte Moodlesystem der Uni Wien abgestellt hat.

Um zu verhindern, dass Studierende weiterhin mangels R-Vorkenntnissen im Sommersemester in Angewandte Ökonometrie I verzweifeln müssen, haben wir uns mit Vize-SPL Alejandro Cunat darauf verständigt, das Empirische VWL künftig im Wintersemester die Rolle eines Einführungskurses in R übernimmt. Außerdem konnten wir erreichen, dass Matlab-Lizenzen für Masterstudierende, wenn sie für einen Kurs benötigt werden, zur Verfügung stehen. Und auch für nur scheinbar selbstverständliche Dinge wie Toilettenpausen bei mehrstündigen überwachten Online-Klausuren haben wir uns stark gemacht.

 

Inklusive Arbeitsweise

Last, but not least möchten wir darauf verweisen, dass all diese Dinge nicht möglich gewesen wären, wenn wir uns nicht wöchentlich zum offenen Plenum getroffen hätten – anfangs physisch in unserem Büro und später digital auf Webex. Wir laden nochmals alle Interessierten ein, sich dem Plenum anzuschließen – immer dienstags, ab 18.30 Uhr. Schreibt einfach ein Mail und wir senden euch die Zugangsdaten!

Der RBK lädt ins Museum!

Liebe VWL-Studierende,

 

auch wenn wir noch immer auf Feste und den Plausch im Hörsaal verzichten müssen: Der RBK möchte mit euch gemeinsam einen Schritt aus der Einsamkeit machen. Die Museen haben seit 8. Februar wieder geöffnet, und das wollen wir nutzen.

 

Aus diesem Grund lädt euch der RBK ab sofort paarweise ins Museum ein. Beachte die folgenden Schritte und schon geht’s los:

 

1. Such dir Museen aus der folgenden Liste aus:
Belvedere 21, Dommuseum, Haus der Geschichte Österreichs, Jüdisches Museum, Leopold Museum, mumok, Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, Naturhistorisches Museum, Rotes Wien Museum, Sigmund Freud Museum, Viktor Frankl Museum, Volkskundemuseum, Heeresgeschichtliches Museum, Wien Museum Musa.

 

2. Schreib an strv.vwl@oeh.univie.ac.at und teil uns deine Wunschmuseen, dein Studiensemester, sowie deine Telefonnummer mit. Bitte gib an, ob es okay ist, mit einer Person anderen Geschlechts “gematcht” zu werden.

 

3. Wir „matchen“ dich paarweise mit einer Person (möglichst aus deinem Semester), die ebenfalls eines der von dir gewählten Museen besuchen möchte, und geben dir ihre Telefonnummer. So könnt ihr euch zu einem gemeinsamen Museumsbesuch verabreden.

 

4. Schick nach dem Besuch ein Foto mit dem Museumsticket und deine IBAN an strv.vwl@oeh.univie.ac.at. Wir kommen für deine Kosten auf.

 

Bitte beachtet zusätzlich Folgendes:

 

-Du kannst selbstverständlich auch mit einem/einer Freund_in deiner Wahl ins Museum gehen. Dies bitte einfach in der ersten Mail angeben. Wenn er/sie VWL-Student_in ist, übernehmen wir auch hier das Ticket.
-Pro Student_in werden von uns die Kosten für genau ein Museumsticket erstattet. Wenn möglich, kauft ein Studierendenticket.
-Die Aktion ist mit insgesamt 100 Tickets kontingentiert. Sie werden an diejenigen vergeben, die sich zuerst per Mail bei uns gemeldet haben.
-Gerne „matchen“ wir euch auch für das Geldmuseum der ÖNB und die Ausstellung des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands. Dort ist allerdings der Eintritt frei. Schreibt uns deswegen am besten ein separates Mail!

 

Wir wünschen euch anregende Gespräche über Kunst, Geschichte und den ganzen Rest, der das Leben so ausmacht.

 

Habt eine schöne Zeit,
euer RBK/Studienvertretung VWL

VWL-Stammtisch

Mit dem 13. 1. naht wieder der zweite Mittwoch des Monats. Wir möchten daher alle interessierten Studierenden und deren Bekannte zum VWL-Stammtisch – diesmal in der Fladerei (Berggasse 12) – ab 20 Uhr einladen.

Why should I do a PhD? Where should I do a PhD?

You don’t know what to expect and where or how to apply? Most students are in a similar situation!

Come to our PhD Information day to get answers from our panel of experts.

When and where? Wed. 29 April from 3 pm at the VGSE (Vienna Graduate School of Economics) seminar room (3rd Floor).

Prof. Marteen Janssen (head of VGSE), Marc Goni-Trafach (Assistant Professor at the department of economics) and Zuzana Molnarova (PhD-Student at VGSE) will talk about how to apply, what points you have to pay attention to in your application in order to make it more likely to be accepted, the life as a PhD student and the situation in the job market (in academia). After the official part there will be drinks and snacks and the possibility to discuss individual questions.

See you there!

Improtheater in der SoLv

Freilos, ein Konglomerat improvisationsfreudiger SpielerInnen, macht heute Montag die Ökonomie sinnlich und angreifbar, stellt was dar und legt was drauf:
Zum Abschluss der SOLV “Macht und Ökonomie” werden Lehrveranstaltungsinhalte in Szene gesetzt und improvisierend weiterentwickelt.

Wann: Montag, 26.01.2015, 16.45h
Wo: HS 13, 2. Stock, Oskar-Morgenstern-Platz 1

UmsteigerInnen-Beratung (neues Curriculum)

Wer…
…noch nach dem 2006er Curriculum studiert und nicht weiß ob er zum 2011er oder zum ganz neuen Curriculum wechseln sollte,
…im 2011er Curriculum ist, und sich fragt, ob das ganz neue Curriculum nicht ohnehin besser ist,

ist herzlich eingeladen uns am

  • Dienstag, 5. 8., zwischen 14 und 17 Uhr
  • Freitag, 8.8., zwischen 14 und 17 Uhr

in der Schildburg zu besuchen. Im September wird es noch weitere Termine geben, wo auch Anmeldungsberatung zu den Kursen stattfinden wird.